Einsatz und Crop Faktoren

Als Schnittstelle zwischen Objektiv und Wasser wird ein Port verwendet. Diese Ports müssen natürlich perfekt auf die Objektive abgestimmt sein um eine perfekte Abbildung zu gewährleisten.

Für die Fotounterwassergehäuse und die professionellen Videogehäuse werden unterschiedliche Ports angeboten, welche in der Länge und in der Art der Scheibe je nach Objektiv variieren. Zu berücksichtigen ist dabei der Crop – Faktor, denn die folgende Einteilung ist für Vollformat Sensoren angegeben:

Crop FaktorSensortypDiagonale
2entsp. Four Third21,3 mm
1,6entsp. APS-C27,1 mm
1,5entsp. APS-C28,3 mm
1,3entsp. APS-H33,5 mm
1Kleinbild-Vollformat43,3 mm

Flachports

Flachports werden für eine Brennweite ab ca. 28 mm (full frame) und größer eingesetzt und sind typisch für die Standard Kit-Objektive 18-55 (APS-C), 28-80mm, oder das 14-42 Four-Thirds-Format.

Sie werden in unterschiedlichen Längen angeboten und auch für Macroports verwendet. Bei den Macroports gibt es je nach Objektivtyp eine Speziallösung mit M67 Gewinde.

Werden in Flachports Weitwinkelobjektive mit kleineren Brennweiten als 28 mm verwendet entstehen Randunschärfen.

Domeports

Kompakt

Kompaktdomeports werden für eine Brennweite von 20-24 mm (full frame) eingesetzt. Bei kleineren Brennweiten entstehen auch mit diesen Ports Randunschärfen. Die Domescheibe der Kompaktdomeports ist aus vergütetem Glas. Diese Ports werden mit entsprechenden Distanzringen auf die Länge der Objektive abgestimmt.

Fisheye

Die Fisheyeports werden für Brennweiten kleiner als 20 mm verwendet. Der Einsatz ist aber auch für Objektive größer als 20mm geeignet, wobei bei 20-24mm die Randabbildung verbessert wird und bei größer als 28mm Randunschärfen auftreten.

Die Fisheyeports werden aus PMMA oder Glas angeboten, wobei die Glasports eine bessere Abbildungsfähigkeit besitzen, jedoch nach einem Kratzer nicht mehr zu verwenden sind.

Die PMMA-Ports können durch Polieren wieder einsatzfähig gemacht werden und haben zusätzlich ein geringeres Eigengewicht.

Distanzringe

Um bei Transport und Reisen massiv an Platz und Gewicht einzusparen werden häufig sogenannte Distanzringe eingesetzt.

Verwendet der Fotograf unterschiedliche Objektive, benötigt er durch Distanzringe nicht zwei unterschiedliche Ports, sondern er kann je nach Linsen auf eine Portverlängerung zurückgreifen.

So wird ein Port für das erste Objektiv geliefert und für das zweite Objektiv kommt der Port und der Distanzring ( Portverlängerung ) zum Einsatz.

Zubehör für Ports

Neoprenabdeckungen und Schutzdeckel

Zum Schutz des Glases der Ports werden unterschiedliche Neoprenabdeckungen angeboten. Sie schützen vor Staub und verhindern während dem Transport das verkratzen der Scheiben.

Mit einem Schutzdeckel kann die Portöffnung verschlossen werden. Sie schützt vor verstauben der Innenseite des Glases. Dies ist besonders wichtig bei den Fisheyeports, denn durch die Geometrie dieser Ports ist das Reinigen innen sehr schwierig.

Zahnringe

Zahnringe dienen zum Bedienen des Zooms oder Fokus der Objektive unter Wasser. Dazu wird ein Zahnradring über das Objektiv geschoben und mit Schrauben auf dem Zoom festgeklemmt. Das Zahnrad greift in die Bedienelemente am Unterwassergehäuse und kann dann von links bedient werden.

Die Zahnringe sind auf das entsprechende Unterwassergehäuse und das Objektiv abgestimmt, daher gibt es Sie je nach Kamera mit einer Zähnezahl Z72, Z80, Z90 und Z100.

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